Warum es sich lohnt, Futterverbrauch und Fütterungskosten der Pferde zu kennen
Futter ist bei Pferden die größte regelmäßige Ausgabe und zugleich die, von der Besitzer die ungenaueste Vorstellung haben. Heu wird hin und wieder in Ballen gekauft, Hafer in Säcken, Pellets je nach Angebot im Geschäft. Am Jahresende wissen Sie, dass es „einiges“ war, aber nicht wie viel — und schon gar nicht, wie viel davon welches Pferd gefressen hat.
Ohne Zahlen lässt sich dabei schlecht entscheiden. Lohnt es sich, das Heu für den ganzen Winter auf einmal zu kaufen, solange es günstiger ist? Wie viele Ballen sollen es sein? Wie viel müssen Sie für die Einstellung verlangen, um beim Futter nicht draufzuzahlen? Verträgt das Budget ein weiteres Pferd?
Futterverbrauch und Fütterungskosten für Pferde sind in iPalomino kein Rechner, in den man etwas eintippen muss. Sie sind das Ergebnis dessen, was Sie schon in der App haben: der Fütterungen im Kalender und der Futtermittel im Lager. Die App rechnet sie nur zusammen — und tut das bei jeder Änderung neu.
Was die Fütterung von Pferden kostet: probieren Sie die Rechnung aus
Das Prinzip ist einfach: Tagesration mal Zahl der Pferde mal Preis pro Einheit mal Zahl der Tage. Verschieben Sie die Werte und sehen Sie, wie aus einer unscheinbaren Tagessumme ein Jahresbudget wird:
Die Vorschau rechnet ein Futter. In der App wird dieselbe Rechnung für jedes Futter einzeln gemacht, und die Summen werden addiert — ohne dass Sie etwas von Hand eingeben.
Achten Sie darauf, was eine kleine Änderung bewirkt. Ein halbes Kilo Kraftfutter mehr pro Pferd und Tag ist bei sechs Pferden mehr als eine Tonne im Jahr. Genau deshalb ist es sinnvoll, den Verbrauch über längere Zeiträume zu sehen, nicht nur für heute.
Woraus die App Verbrauch und Kosten berechnet
Die Rechnung beruht auf drei Angaben, die Sie ohnehin eingeben:
- Fütterungen im Kalender — welches Futter, wie viel insgesamt pro Fütterung, für welche Tiere und wie oft. Morgens Heu jeden Tag, Hafer jeden Tag, Mineralfutter jeden zweiten Tag.
- Preis pro Einheit — Sie geben ihn beim Futter im Lager ein: pro Kilogramm, Sack, Ballen, Liter oder Stück.
- Vorrat im Lager — wie viel Sie von dem jeweiligen Futter gerade haben.
Aus den Fütterungen ergibt sich der Plan: wie viel pro Tag und über 3, 6 und 12 Monate verfüttert werden soll. Die Wiederholung wird genau berücksichtigt — eine Fütterung jeden zweiten Tag zählt mit dem halben Tagesverbrauch, eine Fütterung einmal pro Woche mit einem Siebtel.
Aus dem Preis ergeben sich die Kosten. Und aus dem Vorrat ergibt sich die Antwort auf die Frage, die vor dem Winter jeden interessiert: Reicht, was ich habe? Bei jedem Futter sehen Sie einen Deckungsbalken und einen Satz, der entweder sagt „im Lager haben Sie so und so viel — das reicht“ oder wie viel genau nachzukaufen ist.
Den Tagesverbrauch geben Sie nie von Hand ein. Ändern Sie eine Ration, nehmen Sie ein Pferd hinzu oder streichen Sie die Abendfütterung, rechnet sich alles von selbst neu. Wie Fütterungen geplant werden, beschreibt der Artikel Pferdefütterung und Futterlager.
Plan gegen tatsächlich verfüttertes Futter
Der Plan ist, was sein sollte. Die Wirklichkeit ist, was geschehen ist. In der Verbrauchsübersicht stehen zwei Spalten nebeneinander: die geplante Menge und die Menge, die nach den bestätigten Fütterungen tatsächlich verfüttert wurde.
Jede Bestätigung einer Fütterung im Kalender bucht die Ration vom Lager ab und rechnet sie dem tatsächlichen Verbrauch zu. Bestätigt der Pfleger eine Fütterung nicht, sehen Sie das in der Übersicht als Unterschied zwischen Plan und Wirklichkeit.
Zum Bestätigen der Fütterungen nutzen Sie die Aufgaben für Pfleger und Team und den geteilten Kalender — und reicht der Vorrat nur noch fünf Tage, bekommt das Futter das Etikett „Wird knapp“.
Wem die Übersicht über Verbrauch und Kosten hilft
Pferdebesitzer
Endlich wissen Sie, was die Fütterung Ihres Pferdes wirklich kostet — pro Tag und pro Jahr. Wenn Sie über einen Futterwechsel oder ein zweites Pferd nachdenken, haben Sie Zahlen vor sich, kein Gefühl.
Höfe und Züchter
Vor dem Winter sehen Sie, wie viele Ballen Heu und Tonnen Kraftfutter Sie für sechs Monate für die ganze Herde brauchen. Sie kaufen auf einmal und zu einem besseren Preis, statt im Januar zu jedem Preis nachzukaufen.
Ranches und Ställe mit Team
Ein Stall mit eingestellten Pferden muss die Kosten pro Pferd kennen, um den Einstellpreis richtig festzulegen. Die Verbrauchsübersicht liefert eine Grundlage, die auch im Gespräch mit dem Kunden Bestand hat.
Fachleute: Hufschmied, Tierarzt, Trainer
Ein Trainer oder Futterberater sieht beim Pferd des Kunden die tatsächliche Tagesration, keine Schätzung. Eine Anpassung der Futterration lässt sich sofort in Verbrauch und Geld umrechnen.
Die häufigsten Fehler beim Berechnen der Futterkosten
Auf die Frage „was kostet ein Pferd im Monat“ gibt es viele ungenaue Antworten. Sie entstehen aus diesen Fehlern:
- Es wird nur das Kraftfutter gerechnet. Hafer und Pellets stehen auf dem Kassenzettel, das Heu nicht. Dabei macht gerade der Heuverbrauch pro Pferd die größte Menge aus.
- Der Preis vom letzten Jahr. Das Futter ist teurer geworden, die Rechnung nicht. Prüfen Sie bei jedem Einlagern den Preis pro Einheit.
- Vermischte Einheiten. Ballen, Kilo und Säcke in einer Rechnung. In der App hat jedes Futter seine Einheit und den Preis dazu.
- Ein Plan ohne Bestätigen. Sie wissen, wie viel verfüttert werden sollte, nicht wie viel verfüttert wurde. Die bestätigten Fütterungen zeigen die Wirklichkeit.
- Einkauf nach Gefühl. „Wir nehmen dreißig Ballen, das wird schon reichen.“ Die Umrechnung auf sechs Monate nennt die genaue Zahl.
Die Fütterungskosten für Pferde müssen keine Schätzung sein. Es genügt, dass die Fütterungen im Kalender stehen und die Futtermittel einen Preis haben — der Rest ist Rechnen, das die App für Sie übernimmt.
So beginnen Sie, den Futterverbrauch zu verfolgen
- Nehmen Sie die Futtermittel ins Lager aufName, Einheit, Menge und Preis pro Einheit. Heu in Ballen, Hafer in Kilogramm, Öl in Litern.
- Planen Sie die FütterungenIm Kalender wählen Sie eine neue Fütterung: Futter, Menge pro Fütterung, Tiere und Wiederholung.
- Bestätigen Sie die FütterungenMit einem Fingertipp im Kalender. Das Lager bucht sich von selbst ab.
- Öffnen Sie den VerbrauchIm Futterlager finden Sie den Bereich Verbrauch und schalten den Zeitraum um: 1 Tag, 3, 6 oder 12 Monate.
Die ersten Zahlen sehen Sie gleich nach dem Planen der ersten Fütterung. Je länger Sie Fütterungen bestätigen, desto genauer wird der Vergleich von Plan und Wirklichkeit.
Worauf bei den Preisen zu achten ist
Geben Sie den Preis für dieselbe Einheit ein, in der Sie das Futter lagern. Haben Sie das Heu in Ballen, geben Sie den Preis pro Ballen und die Ration in Ballen oder deren Teilen ein. Bei Kilogramm und Litern können Sie die Ration auch in Gramm und Millilitern eingeben — das ist bei Mineralfutter und Ergänzungen praktisch.
Kaufen Sie Futter zu einem anderen Preis nach, überschreiben Sie den Preis beim Einlagern, und die Rechnung passt sich an. Die Kosten in der Übersicht sind eine Richtrechnung für Ihre Planung, kein Buchhaltungsbeleg.
Eine Ranch hat acht Pferde. Jedes bekommt täglich acht Kilo Heu und zwei Kilo Hafer. Im Oktober öffnet der Besitzer den Verbrauch und schaltet auf sechs Monate: Der Plan zeigt über elf Tonnen Heu und knapp drei Tonnen Hafer.
Im Lager hat er sieben Tonnen Heu. Die App schreibt ihm gleich, wie viel nachzukaufen ist, und darunter die Summe, die das Futter für den Winter kosten wird. Er bestellt das Heu noch im Oktober beim Nachbarn, solange er welches hat — und im Februar, wenn die anderen im ganzen Landkreis nach Ballen suchen, hat er Ruhe.
Häufige Fragen
Wie berechnet die App den Futterverbrauch?
Aus den im Kalender geplanten Fütterungen: Menge pro Fütterung und wie oft sie sich wiederholt. Den Tagesverbrauch geben Sie nicht von Hand ein.
Auf welche Zeiträume werden die Kosten umgerechnet?
Auf 1 Tag, 3 Monate, 6 Monate und 12 Monate. Den Zeitraum schalten Sie mit einem Fingertipp um.
Wo gebe ich den Preis des Futters ein?
Beim Futter im Lager, als Preis für die Einheit, in der Sie es lagern — Kilogramm, Sack, Ballen, Liter oder Stück.
Zeigt mir die App, wie viel Futter nachzukaufen ist?
Ja. Bei jedem Futter vergleicht sie den Plan für den gewählten Zeitraum mit dem Vorrat im Lager und nennt, ob der Vorrat reicht oder wie viel fehlt.
Sehe ich auch, wie viel tatsächlich verfüttert wurde?
Ja. Neben dem Plan steht die Menge, die nach den bestätigten Fütterungen im Kalender verfüttert wurde.
Verwandte Funktionen der iPalomino-App
Die Verbrauchsübersicht baut auf diesen Modulen auf:
Die ganze Ranch in einer Tasche.
iPalomino ist jetzt im App Store. Laden Sie die App und probieren Sie sie im eigenen Stall aus. Eine Android-Version ist in Entwicklung.